WiG-Vorträge von Dr. Johannes Grill

Als Fortsetzung zum Thema Armut-Reichtum sind im Jahr 2020 in loser Reihenfolge verschiedene Impulse mit Diskussionen geplant.

 

Wie in den Vorträgen (siehe unten) aufgrund umfangreicher Recherchen ausgeführt, haben verschiedene Akteure aus Politik und Zentralbanken durch ihre Interventionen große Verzerrungen erzeugt, so dass man von Markt im ursprünglichen Sinne kaum mehr sprechen kann. Überdies haben diese Eingriffe ethisch nicht zu rechtfertigendes Verhalten nicht nur begünstigt, sondern in besonderen Fällen gerade dazu herausgefordert. Diverse Akteure insbesondere aus der Finanzwirtschaft folgten dem ohne Skrupel mit weitreichenden Folgen. Global zu den Gewinnern zählen neben den übermäßig profitierenden Oberschichten die neu entstehenden Mittelschichten in Indien und China, zu den Verlierern gehören insbesondere die Mittelschichten in Nordamerika und West-Europa. Westliche Unterschichten verspüren global harte Konkurrenz. 

Die ständig wachsenden Schuldenberge und der zunehmende Abstand zwischen Arm und Reich macht inzwischen selbst amerikanischen Milliardären Sorge, die sich aktuell freiwillig andienen, höhere Steuern zu bezahlen und für mehr Redlichkeit zu sorgen. 

Die Business Schools haben bislang weitgehend unreflektiert den dominierenden amerikanisch geprägten Neoliberalismus gelehrt. Erfreulicherweise setzt im angelsächsischen Raum ein Umdenken an Hochschulen ein, insbesondere an der University of Oxford. Forscher wie Paul Collier und Colin Mayer haben hierzu bahnbrechende Arbeiten vorgelegt. Künftige Vortrags-Impulse greifen diese Ansätze zur Erneuerung unserer Gesellschaft auf - unter Bezug auf die Wirtschaft in Gemeinschaft - mit den Schwerpunkten:
 

-       Ethischer Staat bzw. ethische Gesellschaft
-     Ethisches Unternehmen
-       Ethische Familie

 
Bereits gehaltene Vorträge: 

Samstag, den 06.04. und 11.05.2019 mit Diskussion zum Thema:

Armut - Reichtum, auf Spurensuche (ökonomisch - politisch - sozial).

Lange Zeit lebte in Deutschland ein optimistisches Grundgefühl der sozialen Marktwirtschaft, das von
Ludwig Erhards 
Motto „Wohlstand für alle“ zehrte, das besonders in den ersten 2000er Jahren durch
ungewohnt hohe Arbeitslosenzahlen und die sich anschließende Finanzkrise 2007/08 starke Beein-
trächtigungen erfahren hat.

Die in der Zwischenzeit lange Phase euphorisch stimmender wirtschaftlicher Daten ließ in der breiten
Öffentlichkeit die 
Finanzkrise und ihre Folgen allmählich in Vergessenheit geraten. 

Allerdings erinnerten uns die alljährlichen Armuts- und Reichtumsberichte daran, dass - auch durch
die Krise bedingt - die Zahl derer, bei denen Wohlstand nicht ankommt, auch in unserem Land wächst
und zugleich der Abstand von arm und reich größer wird.

Was sind die Ursachen? Wie und seit wann kommt es (wieder) zu diesen Verwerfungen?
Welche Akteure sind beteiligt?

Der Teil 1 am 06.04. beschäftigte sich wesentlich mit der USA, der Teil 2 am 11.05. mit Deutschland und der EU.

 

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